Offene Briefe an denkende Menschen

aus den letzten 15 Jahren

 

von Krishna candra

 

 

Die Einschläferung des Alltags lässt einen denken, die Welt würde ja nun einfach so weitergehen, wie sie es immer schon tat. Aber an jedem Tag, der so weiter geht, sterben viele Mitwesen unschuldig und unnötig.

 

Ein Unrecht ist auch dann ein Unrecht, wenn es von der Mehrheit der Menschen verübt wird. Und wird es gerechter, nur weil es schon seit langer Zeit getan wird?

Unser Fleischessen ist eine gedankenlose Tradition.

 

 

Während der Gaumengenuss vom Fleisch auf der Zunge schon nach Sekunden wieder schwindet, bleibt unsere Beteiligung an diesem Massaker innerlich im Herzen für immer unverdaut.

 

Viele denken, dass ihre Entscheidung zur vegetarischen Lebensweise ja nichts bewirken würde. Ganz abgesehen, dass der Vegetarier seine Komplizenschaft  von Tiermorden beendet, braucht diese Welt das mutige und konsequente Eintreten Einzelner für Ideale, die vom Gewissen her als richtig verstanden werden. Das ist unerlässliche Voraussetzung für jede grundlegende Veränderung und Entwicklung.

Alle grossen Verbrechen in der Weltgeschichte funktionieren nur durch die vielen kleinen Mitläufer, die sich vor der persönlichen Verantwortung drücken und deren „Rechtfertigung“ immer dieselbe ist: „Was hätte ich alleine tun können?“ Auf mich kommt es doch gar nicht an.

 

Es ist nie zu spät, aufzuhören Fleisch zu essen,

aber es ist immer ungerecht, es weiter zu tun.

 

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radhe@gmx.net

 

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